Dienstag, der 22. November 2022 um 20:00 Uhr

Der deutsche Schriftsteller Wolfgang Borchert wurde nur 26 Jahre alt. Sein kurzes Leben war gekennzeichnet von Krieg und Krankheit. Schwere Erlebnisse in den Kriegsjahren bewirkten, dass Krieg zum Hauptthema seines literarischen Schaffens wurde. Seine Nachkriegs-Werke gelten als die bekanntesten der so genannten »Trümmerliteratur«. Den größten Erfolg mit dem Drama »Draußen vor der Tür« erlebte er nicht mehr. Er starb einen Tag vor der Premiere.

Borchert beschrieb die Menschen mit ihren Erlebnissen in Gefängnissen, im Krieg, als Heimkehrer und in den Familien. Diesen Geschichten liegen seine eigenen existenziellen Erfahrungen zugrunde: die Begegnung mit der Macht, das Erleben von Tod und Vernichtung im Krieg, die Nachkriegs-Zweifel der jungen Menschen an ihrer Identität, eigenes Schuldbewusstsein und die Enttäuschung der älteren Generation. Seiner zerstörten Heimatstadt Hamburg widmete er in Verbundenheit mehrere hymnische Texte. Borcherts Werke stehen heute zu recht auf dem Lehrplan vieler Schulen.

Erste Gedichte schrieb Borchert bereits mit 15 Jahren. Er selbst sagte, dass sie ihn wie ein Rausch überkamen…

Im Salon der Stadtwirtschaft

Kartenreservierung im Taschenbuchladen