Newsletter Erich Fried

Aus dem Leben bin ich in die Gedichte gegangen

Aus den Gedichten bin ich ins Leben gegangen

Welcher Weg wird am Ende besser gewesen sein?


So klar, punktuell und unverkopft konnte nur einer Gedichte schreiben! (alle Lyriker mögen mir diese, meinige und momentane Begeisterung bitte verzeihen)
Erich Fried
Geboren 06.05.1921 in Wien war er ein Universalist: genialer Lyriker, Übersetzer aus dem Englischen (Shakespeare, Dylan Thomas), Essayist, Journalist und auch unermüdlicher Briefeschreiber (aufsehenerregend sein Briefwechsel mit dem Neonazi Michael Kühnen). Vor allem in den Nachkriegsjahren war Fried ein engagierter Verfechter für politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel. Spätestens mit dem Band „und vietnam und“ (1966) etablierte sich Erich Fried als politischer Dichter. Mit seinen „Liebesgedichten“ (1979) avancierte er zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyriker seiner/unserer Zeit und meistgelesen auch. Sie ahnen richtig: Seinen 100. wollen wir würdigen und laden zum Lyriksalon ein! Ja, Sie lesen ganz richtig! Lyriksalon! Allerdings in anderer Art. Lyriksalon to go… Wir wollen Sie für unseren lyrischen Stadtspaziergang gewinnen. Beginnend am schönsten Blumenladen Blattwerk in der Poststraße führen wir Sie eine schöne Runde durch die Stadt und hoffen sehr, dass Sie ihre Freude daran haben werden. Bis zum 19. Mai werden die Gedichte die Örtlichkeiten schmücken und so ein Lyriksalon to go hat ja auch gewisse Annehmlichkeiten… Sie können diesen wahrnehmen, wann immer Sie wollen, sogar pausieren – ganz nach Herzenslust. Und am Ende wartet noch so eine kleine Aufmerksamkeit auf Sie. Klar, schöner wäre es natürlich gemeinsam, in einem Raum, mit vortragenden Schauspielern, mit Musik gar (erinnern Sie sich?), das hätten wir auch lieber, aber bis Kultur als systemrelevant eingestuft wird, das wird wohl noch sehr lange dauern…

Wir wünschen Ihnen für diesen FRIEDvollen Spazierweg Inspiration, Freude am Wort und an Gedanken und schönstes Frühlingswetter bitte auch.
Herzliche Grüße vom Lyriksalon

Heike, Peter und Matthias

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