Die magische Welt des alten Japan

Noch mehr als im alten Europa war in Japan die Welt allenthalben belebt von Naturwesen, die dort
yôkai heißen. Von mächtigen und schwachen, guten und bösen Mächten und ihren wechselnden
Erscheinungsformen.

Solch ein Wesen ist etwa der Hai, den ein Mann auf einer Brücke trifft und der verzweifelt ist, weil er aus
dem Palast des Meeresdrachens ausgestoßen wurde und jetzt verhungern muss. Der Mann hat Mitleid
und gewährt dem Haifischmenschen Asyl in dem Teich auf seinem Grundstück. Der hat Gelegenheit, sich
dankbar zu erweisen, als sein Retter liebeskrank daniederliegt, weil er den Brautpreis für seine Angebetete
nicht zahlen kann. Darüber grämt sich der Haifischmensch – seinerseits voller Mitleid – so, dass er viele
Tränen weint. Die Tränen aber verfestigen sich zu Saphiren, und sein Retter kann erlöst werden …
Meisterlich erzählt der Wahljapaner Hearn solche Geschichten, und Benjamin Lacombe mit seinem Faible
für japanisches Dekor illustriert sie nicht minder gekonnt.

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