Newsletter Mai 2019

Zu den sehr vielen Annehmlichkeiten, ich denke da an ganz diverse Draußentätigkeiten und Beschäftigungen, die der Wonnelieblingsvorsommermonat so bietet, möchten wir noch ein paar hinzufügen und haben dafür so ein paar feine Dinge im kulturellen Bereich, zu denen wir Sie herzlichst ermuntern und einladen wollen. In der Reihenfolge:

3.5. 19 Uhr Lesung mit Manja Präkels im Campus Cafe des SIZ

Manja Präkels, Jahrgang 1974, ist Sängerin der Band „Der singende Tresen“ und Autorin des Lyrikbandes „Tresenlieder“. Für ihren Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ erhielt sie unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018. Der Roman erzählt vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll und zwei Freunden. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in der kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht ihre Freundschaft und die Wege, die beide gehen, können gegensätzlicher nicht sein. In Zusammenarbeit mit freiberg.grenzenlos und der Heinrich-Böll-Stiftung.

7.5 12.10 Uhr „Kultur zum Mittag“ im Taschenbuchladen

Wie immer – mit Keks und Tee und unserem Überraschungsgast für Sie und vielleicht ja diesmal draußen?

7.5. 20 Uhr „Lyriksalon Warten“ im Salon der Stadtwirtschaft

Estragon und Wladimir (die auf eine Person namens Godot warten) sind wohl die Berühmtesten im Ausharren…Für manche ist das Warten geschenkte Zeit, für andere eine Qual, für einige sogar Machtmittel. Das Warten, Erdulden, Ertragen und Aushalten hat ganz verschiedene Dimensionen und selbstverständlich wurde darüber geschrieben, gedichtet, philosophiert… und bei uns im Lyriksalon wird’s vorgetragen – von Rita Zaworka und Anna Bittner.

15.5. 19 Uhr Buchvorstellung „Kroch – Der Name bleibt“ im Campus Cafe des SIZ

Dr. Michael Düsing im Gespräch mit der Autorin Dr. Monika Zimmermann. Das Schicksal der jüdischen Familie Kroch in Leipzig und ihrer Unternehmen ist nicht einzigartig und doch besonders. Das Buch dokumentiert Aufstieg und Vernichtung unter dem NS-Regime, aber auch, wie die rücksichtslose Zerschlagung nach der Nazizeit in der DDR weiterging. Die Unternehmensgeschichte berührt auch die Freiberger Region.

Monika Zimmermann, eine der Mitautoren, war bis 1990 DDR-Korrespondentin der FAZ, danach Chefredakteurin großer Tageszeitungen im Osten, Regierungssprecherin in Sachsen-Anhalt und in Sachsen.

Der Eintritt ist frei. Eine Veranstaltung des Vereins Freiberger Zeitzeugnis e.V.

21.5. 19 Uhr laden wir zu einem VerlagsAbend mit Christoph Links in den Taschenbuchladen ein.

Seit fast 30 Jahren steht der Christoph Links Verlag für ein anspruchsvolles und meinungsbildendes Programm mit den Schwerpunkten Politik und Zeitgeschichte. Bis heute ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR ein thematischer Schwerpunkt des Verlages. Doch es finden sich weitere: Nationalsozialismus und Kolonialismus, historische Reiseführer und Länderporträts, literarische Publizistik und der Bereich Lebenswelten/Lebenshilfe. Mit ca. 50 Novitäten jährlich ist der Verlag einer der großen in der unabhängigen Verlagswelt. Der Christoph Links Verlag war eine der ersten privaten Verlagsgründungen am Ende der DDR. Den Kurt Wolff Preis 2016 erhielt er, da er „seit 25 Jahren mit großer Konsequenz und ohne Scheu vor brisanten Themen die Deutschen in Wort und Bild mit ihrer jüngsten Geschichte und gegenwärtigen Rolle in der Weltgesellschaft konfrontiert“. Christoph Links, Jahrg. 1954, studierte Philosophie und Lateinamerikanistik, war Redakteur bei der Berliner Zeitung und wurde 1986 Assistent der Geschäftsleitung im Aufbau-Verlag bis zur Gründung des eigenen Verlages. Seit einiger Zeit ist es ihm auch ein wichtiges Anliegen, das Urheber- und Verlagsrecht in die Bahnen zu lenken, mit denen die Rechte der Autoren und die Rechte der Verlage gewahrt bleiben. Dazu spricht er im Studium Generale 16.30 Uhr.

Christoph Links freut sich schon sehr, uns und Freiberg zu besuchen und wir, wir freuen uns auf diesen Abend mit ihm.

Und sollte Ihnen die passende Lektüre für Draußen oder auch für Drinnen fehlen, Sie wissen ja, wo sie uns finden und wir freuen uns über Ihren Besuch im Taschenbuchladen.

Herzliche Grüße von Heike Wenige, Martina Gehlhaus und Katrin Steinert

PS: Wir empfehlen einen Ausflug nach Goßberg zur Universität im Bauernhaus – am besten am 17. Mai. Da spielt Olaf Stellmäcke & Band und sie werden ganz sicher ein paar Lieder der neuen CD vorstellen, die im Herbst erscheinen wird.

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