Newsletter März 2019

Nun flugs Ihnen mitgeteilt, was der Taschenbuchladen für Sie und den März so vorbereitet hat, denn am Dienstag schon dürfen wir unseren Märzstammüberraschungsgast 12.10 Uhr im Taschenbuchladen zur „Kultur zum Mittag“ begrüßen und sind schon sehr gespannt, was er diesmal für uns und für Sie vorbereitet hat.

Den Dienstagabend mit dem Lyriksalon würde ich Ihnen ja auch sehr gern an Herz legen, aber wir sind ausverkauft. Vortragen werden Kurt Cobains Liedtexte (Anlass ist der 20 Todestag) von Max Sterba und wir freuen uns auf die musikalische Begleitung von Tom Friedrich. Und wir hoffen auch, dass wir noch einen zweiten Termin für all die finden werden, denen ich bedauerlicherweise absagen mußte.

Den Max aber, den können Sie aber noch mal am Mittwoch (6.März) und in ganz anderer Bestimmung erleben. Er hat Erzählungen geschrieben und diese in einem Band veröffentlicht „Eine Frage der Züchtigung“. Die Freie Presse berichtete schon so schön davon. Und wir freuen uns, Sie und ihn 19 Uhr im Campus Cafe des SIZ begrüßen zu dürfen. Der Eintritt ist frei.

Als äußerst spannend und ziemlich lehrreich hat sich unsere „Mit Humboldt ins Wochenende“- Reihe zum Freitag Mittag 14.15 Uhr manifestiert. Humboldt als Bergsteiger, Botaniker, im Regenwald und im „Kosmos“ hatten wir schon. Am kommenden Freitag, zum Frauentag, wird Susanne Kandler vom Bruder Wilhelm berichten, und seinen Frauen, und alle weiteren und spannenden Themen finden sie auf unserer Internetseite www.taschenbuchladen.de.

Und dann, dann müssen wir unsere Aufmerksamkeit erst mal der Leipziger Buchmesse und all den Buchneuerscheinungen widmen. Die Freude meinerseits ist selbstverständlich groß, da sage ich ja nun nix Neues…(Karten dafür gibt es übrigens auch wieder im Taschenbuchladen) Gastland ist diesmal Tschechien. Das freut uns auch sehr und meint unter anderem auch, dass es eine Vielzahl an bemerkenswerten tschechischen Buchneuerscheinungen geben wird, die zum Teil schon im Lädchen zu finden sind. Wie beispielsweise das neue Buch von Jaroslav Rudiš (vielleicht erinnern sie sich an „Alois Nebel“, den Schaffner?) „Winterbergs letzte Reise“, das von Jan Kraus handelt. Der arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Geboren ist er in Vimperk, dem früheren Winterberg, im Böhmerwald, seit 1986 lebt er in Deutschland. Unter welchen Umständen er die Tschechoslowakei verlassen hat, das bleibt sein Geheimnis. Er begleitet den Schwerkranken Wenzel Winterberg, dem er Geschichten aus seinem früheren Leben erzählt auf der Reise nach dessen großer Liebe und entstanden ist ein mitreißendes, melancholisches und hochkomisches Roadnovel. Jaroslav Rudiš wird Gast auf der Buchmesse sein, wie ebenfalls, und das freut mich sehr, Daniela Krien, die uns seit langer Zeit mal wieder einen Roman, „Die Liebe im Ernstfall“, geschenkt hat, den Martina und ich sofort als unser Lieblingsbuch des Bücherfrühlings nominiert haben. Um fünf Frauen geht es: Sie heißen Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde. Sie kennen sich, weil das Schicksal ihre Lebenslinien überkreuzt. Sie sind aufgewachsen in den Grenzen der DDR, nun, nach der Wende, wollen sie alles, bekommen vieles. Sie leben in Leipzig, und sie sind selbstbewusste, eigenwillige Charaktere, die privat wie beruflich einiges zu schultern hatten und haben. Trotz dieser vermeintlich guten Verankerung im bürgerlichen Leben scheint keine von ihnen auf Dauer in dieser Gesellschaft einen festen Platz, scheint keine von ihnen ein beständiges Liebes- und Familienglück zu finden. Ungemein Bekanntes erzählt Daniela Krien sehr lebensklug, in feinem und ganz unpathetischem Ton und macht dadurch so große Freude, weil sie von der derzeitigen Gegenwart so viel weiß.

Zu „seitenweise Film“ mag ich noch sehr gern einladen wollen am 26.3. 19.30 Uhr ins Campus Cafe des SIZ: „Schloss aus Glas“ heißt unser Film, ist die US-amerikanische Filmbiografie von Destin Daniel Cretton und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jeannette Walls aus dem Jahr 2005. In dem autobiographischen Bestseller beschrieb Walls ihre schwere Kindheit mit einem hochintelligenten, doch alkoholkranken Vater und einer künstlerisch talentierten, aber herrschsüchtigen Mutter. Das Leben ist für Jeannette Walls eine Mischung aus Abenteuer und Alptraum, denn ihr ganzes bisheriges Leben musste sie mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern durch die USA vagabundieren. Dies lag vor allem daran, dass ihr Vater keinen Job behalten kann und sich zudem vom FBI verfolgt fühlt. Oft müssen die Kinder hungern und in zerschlissener Kleidung herumlaufen. Immer wieder begeben sie sich in die Wüstenstädte im Südwesten der USA oder zelten in den Bergen. Ihr Vater verspricht dem jungen Mädchen, dass sie eines Tages in einem Schloss aus Glas wohnen werden, doch das Lügengebilde der Eltern steht vor dem Zusammenbruch.

Kommen Sie gut in den Frühling, das schneeglöckchenweiss wird ja schon langsam abgelöst vom lila und orange der Krokusse und vom puschelgrau der Weidenkätzchen und eine zarte Ahnung von neuem grün findet man ja auch schon!

Herzliche Grüße von Heike Wenige, Martina Gehlhaus und Katrin Steinert

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