Newsletter April 2020

Ach, so als notgedrungener Versandbuchhändler fristet man doch eher ein einsameres Leben, als im wirklichen und doch, das merken wir nun ja sehr sehr deutlich, kommunikativen Taschenbuchladendasein. Aberaber: es macht uns Spaß, dieses Päckchen – und Tüten packen, Telefonieren, Emails beantworten, Ausliefern (dabei lerne ich ja wieder Gegenden Freibergs kennen, die ich schon ewig nicht mehr betreten habe).

Unter anderem sehe ich seltsamerweise auch viel mehr vom Frühling als sonst. Der zögert zwar gerade ein wenig, aber kürzlich bin ich an einem Baum vorbei gefahren, der über und über mit ganz bunten Eiern geschmückt war… Sehr schön sah das aus und angesichts dieses Vorboten kann ich Ihnen ja nochmal unseren umfassenden Service ans Herz legen, der Ihnen vielleicht die momentan erschwerte Besorgung österlicher Geschenke erleichtert. Zu diesem Zweck haben wir uns in Produktfotografie geübt und das Ergebnis in den Anhang gepackt. Vielleicht gefällt Ihnen das eine oder andere aus dem „Nichtbuchbereich“, schicke Verpackungen fürs Osternest haben wir auch, nützlicher und habenwill Kleinkram, Osterkarten sind auch da…, liefern wir alles. Und diesmal in Kurzform, wegen der Menge, haben wir auch ein paar Buchtipps (natürlich auch zum Selberlesen geeignet), wohlwollend geprüft und von Herzen empfohlen, allen voran und ja schon mehrfach erwähnt:

Ingo Schulzes „Die rechtschaffenen Mörder“ versucht zu beantworten, wie es passieren konnte, dass jemand, der zu DDR-Zeiten ein bewunderter Intellektueller war, ein Mann, belesen wie kein Zweiter, dessen Buchladen an Samstagvormittagen zum Treffpunkt für Gesprächsrunden, geisteswissenschaftliche Vorträge und Lesungen junger Gegenwartsautoren wurde, nach der Wende zum Rechtsradikalen wurde

Lutz Seiler „Stern 111“ Wende- und andere Jahre grandios feinsinnig und persönlich erzählt

Daniela Krien „Muldental“ den beiden vorangegangenen thematisch sehr sehr ähnlich, aber eben schicksalhaft, detailgetreu, traurig

George Saunders „Fuchs 8“ der ist ein bisschen anders als die Füchse, die man bislang aus Tierfabeln kennen. Er ist nicht besonders gerissen, sondern eher ein Träumer, außerdem hat er aus Neugier die menschliche Sprache erlernt, weil sie für ihn wie Musik klingt. Er, der Träumer, muss aktiv werden, um seine Fuchsfamilie zu retten, und macht sich auf den Weg zu den Menschen.

Isabelle Autissier „Klaras Vergessen“ ist großes menschliches Abenteuer und eine familiäre Spurensuche, voll von spektakulären Beschreibungen einer wilden Natur

Josef Zweimüller „Grün“ ist ein vielschichtiger Roman zwischen Wald und Stadt, Nähe und Einsamkeit, Lachen und Abgrund.

Erwin Berner „Zu einer anderen Zeit, in einem anderen Land“ Die Chronik eines Lebens als Sohn von Eva und Erwin Strittmatter, zwischen frühem Ruhm, Umbruch und Neuorientierung in einer vollkommen veränderten Welt.

Edvarts Virza „Straumeni“ (1933 das erstmals erschienen) Das liest sich heute als ›Nature writing‹, als genau beobachtete, kein Detail auslassende Beschreibung der Natur, zu der die Menschen natürlich gehören.

Pascal Mercier „Das Gewicht der Worte“ ausschweifende Gedanken über Zeit und Sinn – sehr schön.

Ingrid Noll „In Liebe Dein Karl“ vereint neue Erzählungen, die auch autobiografische Einblicke in das Leben der Schriftstellerin bieten, gewohnt kriminell witzig und warmherzig

Damir Karakas „Erinnerung an den Wald“ erzählt von der archaischen Bergwelt aus der Sicht eines Kindes, einfach wunderbar.

Jamie Attenberg „Nicht mein Ding“ könnte man als ein feinen Blick auf das Single Leben beschreiben, zwar in New York angesiedelt, aber was spielt das schon für eine Rolle.

Hm…, wir haben ja auch noch unglaublich schöne und soo viele Bücher für Kinder, die ja erst recht beglückt werden müssen, aber da habe ich gerade gar keine Idee, wie ich Ihnen das beschreiben könnte. Vielleicht rufen Sie uns ja doch an, wenn Sie Bedarf haben

Telefon 03731/31841 Montag bis Freitag von ca.10 bis ca.16 Uhr oder schreiben uns eine

Mail post@taschenbuchladen.de oder finden doch selber was im

Internetshop http://taschenbuchladen.de/hier-koennen-sie-kaufen/? Auf unserer Internetseite gibt es auch ein paar sehr schöne KinderLieblingsbücher zu sehen. Und uns übrigens auch, sollten Sie optische Sehnsucht nach uns haben… Wir senden täglich eine kleine Botschaft aus der Taschenbuchladeneinsamkeit in die sozialen Netzwerke, aber wer damit nicht so vertraut ist, siehts trotzdem in dem kleinen Kästchen unten rechts. Funktioniert. Probieren Sie es aus….

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund

Heike Wenige, Martina Gehlhaus und Katrin Steinert

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