Lyriksalon mit Ulrike Almut Sandig

Lyriksalon mit Ulrike Almut Sandig

 

gib mir die geschnittenen Felder unter der Folie aus Luft.
gib mir die Kiefern. die ziehen am gar nicht beweglichen Licht.
gib mir den Fischteich da drüben, den ganzen Entengries drauf.
gib mir den plötzlich so dunkel werdenden Grünspan auf meinem

einzeln stehenden Haus. die Wolken rollen drüber hinweg. Augen
auf! schon wieder dehnt sich der Mittag in alle Richtungen aus.

Aus „Dickicht.Gedichte“ erschienen im Schöffling Verlag

Landnahme – Lesung

Ulrike Almut Sandig zu Gast im Lyriksalon

Ulrike Almut Sandig, 1979 geboren, wuchs in einem Pfarrhaushalt in Nauwalde (Sachsen) auf. Ihre ersten literarischen Texte veröffentlichte sie als augenpost auf Plakaten, Flyern und Gratispostkarten im öffentlichen Raum. Ihre ersten Gedichtbände erschienen in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig, gemeinsam mit der Lyrikerin und Musikerin Marlen Pelny veröffentlichte sie da ihr Debütalbum vertonter Gedichte „der tag, an dem alma kamillen kaufte“. Im Frankfurter Verlag Schöffling & Co. folgten die Erzählbände „Flamingos“ und „Buch gegen das Verschwinden“, der Gedichtband „Dickicht“ sowie das zweite Album mit Marlen Pelny „Märzwald“. Für ihre Hörbücher, Hörspiele und Sprechkonzerte arbeitet sie eng mit Komponistinnen und Filmemachern zusammen, zuletzt mit der Singer-Songwriterin Hinemoana Baker (Neuseeland) und der Fusion-Rockband Alif (Indien). Mit dem Dichter und Kulturaktivisiten Grigory Semenchuk (Ukraine) verbindet sie harte Elektrobeats mit deutschen und ukrainischen Gedichten im gemeinsamen Bandprojekt „Landschaft“. Ihr jüngster Gedichtband „ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“ wird von einem Minialbum hörbarer Gedichte begleitet, einer Zusammenarbeit mit dem Klangkosmonauten Sebastian Reuter. 2017 war Ulrike Almut Sandig Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Lyrik und Poetin in Residence an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Im gleichen Jahr erhielt sie für ihr Werk den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Die Liste der Auszeichnungen ist lang, aktuell „Text & Sprache“ Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (für ihr Werk) 2017.

„Ulrike Almut Sandig ist eine Lyrikerin, die die deutsche Sprache zu klanglich hochkomplexen Architekturen formt. Ihre Gedichte entfalten eine suggestive Wirkung, immer in Zugewandtheit zu Thema und Motiv und mit einem staunenden Glauben in die Kraft von Sprache. So entstehen ästhetische Räume, die Neues schaffen: neue Perspektiven, neue Wahrnehmung, ein neues Hinhören und Sagen.“ Aus der Jurybegründung für den Text & Sprache Literaturpreis des Kulturpreises der deutschen Wirtschaft 2017

Datum: 2.10.2018

Eintritt 6 Euro

 

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