Lesung mit Gudrun Miriam Sieber „Männerbiographien“

Lesung mit Gudrun Miriam Sieber „Männerbiographien“

„Männerbiografien“ – Die Erfahrung, die mich trägt

Nach dem ersten Buch „Sonnenblumenland“ – Von der Kraft gelebten Lebens – in dem Lebenswege von Frauen im Ostteil Deutschlands beschrieben sind, ist dies die zweite biografische Arbeit der Autorin Miriam Gudrun Sieber.

Diesmal hat sie 14 Männer interviewt, aus den Jahrgängen 1924 bis 2000. Sie lässt die Männer von sich erzählen, aus ihrer Lebensgeschichte, den Erfahrungen und Herausforderungen, über Gefühle und Liebe, dem Verhältnis zur Arbeit, ihren menschlichen Beziehungen, von Ängsten und Träumen und der Suche nach dem Glück auf dem Weg zu sich selbst. Oft gibt es dramatische Wendepunkte, die einen Wandel einleiten.

Die Interviewten sprechen offen und ehrlich über sich. Die Leser werden in die äußeren und inneren Erlebniswelten der Männer geführt. Gleichzeitig erfahren sie die zeitgeschichtlichen und politischen Situationen und Abläufe, in die ein jeder hinein geboren wurde und die von Generation zu Generation starken Veränderungen unterliegen. Die Erlebnisse und Erfahrungen können unterschiedlicher nicht sein. Dennoch bauen sie in einem kollektiven Kontext aufeinander auf. Alle Männer leben im heutigen Osten Deutschlands. In jeder Generation gibt es andere Herausforderungen. Was alle verbindet, ist die Frage nach dem Sinn im Leben als Mensch, als Mann und die Sehnsucht nach Liebe und Glück in den verschiedensten politischen und sozialen Situationen. Ein weiterer, interessanter Aspekt des Buches sind Fotos über die Hände der Männer. Hände als das Symbol für die Fähigkeit zu handeln, zu geben und zu empfangen, zu streicheln oder zu kämpfen. Hände können aufbauen, Hände können zerstören. Sie sind ein Ausdruck der Persönlichkeit, des Wesentlichen und der Lebensgestaltung. Sie sind verbunden mit dem Herzen und allen Sinnen. Die dem Buch beiliegende Musik CD „Lost stories“ sind Kompositionen des Sohnes der Autorin, Alex Nickmann. Musik, die aus verschiedenen Lebenssituationen der vergangenen 20 Jahre heraus entstanden ist. Von Piano Kompositionen bis hin zu elektroakustischen Musikstücken spiegelt die Musik unterschiedlichste Aggregatzustände in musikalischer Form wieder.

Gudrun Miriam Sieber wurde 1952 geboren und ist in einem Dorf in der Nähe von Wurzen auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sie arbeite seit 1994 freiberuflich. Doch, sagt sie, ist die eigentliche Ausbildung ihr selbst: „Das Auf und Ab meiner inneren und äußeren Wandlungen. Meine Erfahrungen und die Prozesse als Mutter von eigenen und Pflegekindern, sowie in meinen Partnerschaften, als Sterbebegleiterin und selbständig arbeitende Gemeindekrankenschwester, meine Erfahrungen in Gruppen und die Ausbildung durch alle Menschen, mit denen ich Geschichte und Geschichten durchleben durfte und für die ich dankbar bin. Ich entdeckte mein kreatives Potential und lebe es als Projektleiterin, Ausdruckstänzerin, Poetin und Schriftstellerin. Ich entwickle Rituale für das Leben. Jeder Mensch ist natürlich und kreativ. In diesen kreatürlichen Anlagen liegt unser Lebenspotential. Gemeinsam mit anderen bin ich dabei, es zu entdecken – in der Natur und in unseren Seelen.“ Gudrun Miriam Sieber lebt auf einem alten Berghof im Erzgebirge, ca. 30km von Freiberg entfernt, in der Nähe der tschechischen Grenze, inmitten von Wiesen und Wald. Ein Ort, der alle Menschen warm empfängt. Der Hof ist umgeben von 12 alten Bäumen. Vor dem Haus fließt eine Quelle feinsten Trinkwassers. In ihrer Arbeit sind die Landschaft und die Natur ein wichtiger Aspekt.

Eintritt frei

Datum: 16.10.2018 19.30 Uhr

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