Kroch- Der Name bleibt

Kroch- Der Name bleibt

Dem rasanten Aufstieg vom Getreidehandel zum Bankhaus und Immobilienkonzern folgt die schrittweise Vernichtung. Das Schicksal der jüdischen Familie Kroch in Leipzig und ihrer Unternehmen ist nicht einzigartig und doch ganz besonders. Denn hier kann anhand überlieferter Firmenakten detailliert nachgezeichnet werden, wie raffiniert und hinterhältig sich die Einflussnahme der Nationalsozialisten auf jüdische Unternehmen vollzog.
Und besonders ist auch, dass die rücksichtslose Zerschlagung nach der Nazizeit im Sozialismus der DDR weiterging, vermeintlich gerettetes Eigentum endgültig enteignet oder unter Zwangsverwaltung gestellt wurde.
Insofern hat die Aufarbeitung des Falls Kroch, die 1990 begann, zweierlei Unrecht wiedergutzumachen: Nazi-Unrecht und DDR-Unrecht. Diese Unternehmensgeschichte ist also ein überaus verzwickter Fall. Sie spiegelt eindrucksvoll ein Stück deutscher Geschichte.

Dr. Michael Düsing im Gespräch mit der Autorin Dr. Monika Zimmermann. Das Schicksal der jüdischen Familie Kroch in Leipzig und ihrer Unternehmen ist nicht einzigartig und doch besonders. Das Buch dokumentiert Aufstieg und Vernichtung unter dem NS-Regime, aber auch, wie die rücksichtslose Zerschlagung nach der Nazizeit in der DDR weiterging. Die Unternehmensgeschichte berührt auch die Freiberger Region.

Monika Zimmermann, eine der Mitautoren, war bis 1990 DDR-Korrespondentin der FAZ, danach Chefredakteurin großer Tageszeitungen im Osten, Regierungssprecherin in Sachsen-Anhalt und in Sachsen.

Der Eintritt ist frei. Eine Veranstaltung des Vereins Freiberger Zeitzeugnis e.V.

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